Lese-Rechtschreibstörung

 

Eine Lese-Rechtschreibstörung (LRS) kann durch Schwierigkeiten in der visuellen Raumwahrnehmung begründet sein. So erschwert eine noch unreife Steuerung der Blickmotorik die Raum-Lage-Wahrnehmung von Objekten.

Deshalb schreiben betroffene Kinder Wörter verkehrt, Buchstaben oder Zahlen verdreht. Zeilen können nur mit Mühe eingehalten werden. Manche der Kinder haben, aufgrund der noch nicht ausgereiften Blickmotorik, auch Schwierigkeiten einen Ball zu fangen und werden als ungeschickt bezeichnet.

Kinder mit einer unreifen Blickmotorik erhalten durch klassischen Förderunterricht keine an den Ursachen ansetzende Hilfe.

 

Eine wichtige Etappe bei der Reifung der Blickmotorik ist das Krabbeln des Kleinkindes als Trainingsphase für die visuelle Raumwahrnehmung. Nicht selten ergeben Elternbefragungen, dass Kinder mit unreifer Blickmotorik eine vergleichsweise weniger ausgeprägte Krabbelphase zeigten.

 

 

Förderung nach PäPKi®:

Mit Hilfe spezieller Tests werden Schwierigkeiten in der visuellen Raumwahrnehmung erkannt.

Betroffene Kinder trainieren durch gymnastische Übungen ihre Blicksteuerung und können so eine Verbesserung ihrer visuellen Raumwahrnehmung erfahren.

 

 

 

Weiterführende Literatur:

Wiebke Bein-Wierzbinski: Räumlich-konstruktive Störungen bei Grundschulkindern. 2. Auflage. Peter Lang - Europäischer Verlag der Wissenschaften. Frankfurt am Main 2005

 

 

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